
Nicht jede Aufgabe in der Triebwerkswartung lässt sich mit einem Werkzeug von der Stange lösen. Neue Triebwerksgenerationen, geänderte Reparaturverfahren oder ergonomische Anforderungen der Techniker verlangen nach Vorrichtungen, die es so noch nicht gibt. Homburger Maschinenbau entwickelt solche Lösungen von der ersten Idee bis zur abnahmebereiten Vorrichtung – Konzept, Prototyp und Serie aus einer Hand.
1. Analyse: Den Prozess verstehen
Am Anfang steht nicht die Konstruktion, sondern der Arbeitsablauf in der MRO-Linie. Welche Bauteile werden bewegt, gespannt oder bearbeitet? Wo entstehen Wartezeiten, Positionsfehler oder ergonomische Belastungen? Gemeinsam mit dem Kunden definieren wir die Anforderungen – von Gewichten und Geometrien bis zu Taktzeiten und Sicherheitsvorgaben.
2. Konzept und 3D-Konstruktion
Unsere Konstruktion setzt die Anforderungen in ein 3D-Modell um – mit PTC Pro/Engineer und Siemens NX. Dabei denken wir den gesamten Arbeitsplatz mit: Bedienhöhe, Werkzeugablage, Beleuchtung und Prozessablauf. So lässt sich die Lösung schon vor dem ersten Span mit dem Kunden abstimmen.

3. Prototyp und Erprobung
Der Prototyp entsteht in unserer eigenen Fertigung in Markdorf – auf 5-Achs-Bearbeitungszentren von HERMLE und mit eigener Montage. Kurze Wege zwischen Konstruktion und Werkstatt machen Anpassungen schnell möglich. Im Praxistest zeigt sich, ob Spannung, Führung und Bedienung im Alltag der MRO-Werkstatt funktionieren.
4. Serienreife und Integration
Nach der Freigabe fertigen wir die Vorrichtung in der benötigten Stückzahl – dokumentiert mit COC, CE-Unterlagen und Belastungstest. Weil wir die Integration in bestehende MRO-Prozesse von Anfang an mitplanen, ist die Lösung vom ersten Tag an einsatzbereit.

Praxisbeispiel: Bohrvorrichtung für den PW1100G
Bei der Wartung des Pratt & Whitney PW1100G müssen Gewichte und Nieten am Front-Hub präzise ausgebohrt werden. Die manuelle Vorgehensweise war zeitintensiv und anfällig für Positionsfehler. Homburger entwickelte eine kompakte Bohrvorrichtung mit zentraler Spannung, konischer Verriegelung und geführter Bohrung – für reproduzierbare Qualität und einen ergonomischen Arbeitsplatz. Zum Projektbericht →
Ihr Vorteil: Alles aus einer Hand
- Eigene Konstruktion, CNC-Fertigung, Montage und Prüfung unter einem Dach
- Kurze Entscheidungswege und persönliche Ansprechpartner
- Erfahrung aus über 15 Jahren MRO-Tooling für Lufthansa Technik, MTU Aero Engines und Rolls-Royce
- Dokumentation nach Luftfahrtstandard inklusive
Sie haben eine Aufgabe, für die es noch keine Vorrichtung gibt? Sprechen Sie mit uns – wir entwickeln die passende Lösung. Kontakt aufnehmen →

