
Viele Triebwerke, die in europäischen MRO-Betrieben gewartet werden, stammen von amerikanischen Herstellern. Entsprechend kommen auch die Zeichnungen für Vorrichtungen, Werkzeuge und Betriebsmittel häufig aus den USA – mit Maßen in Zoll, eigenen Toleranzangaben und Normen, die sich von DIN und ISO unterscheiden. Für den Vorrichtungsbau bedeutet das: Wer für die Triebwerkswartung fertigt, muss US-Zeichnungen sicher lesen, umsetzen und dokumentieren können.
Homburger Maschinenbau fertigt MRO-Vorrichtungen 100 % konform zu US-Zeichnungen – und liefert jede Vorrichtung abnahmebereit mit COC, CE-Dokumentation und Belastungstest.
Was US-Zeichnungen in der Fertigung anders machen
Amerikanische Fertigungszeichnungen folgen in der Regel dem Standard ASME Y14.5 für Bemaßung und Tolerierung. Für die Werkstatt ergeben sich daraus einige Besonderheiten:
- Zollmaße statt Millimeter: Maße und Toleranzen werden in Inch angegeben. Eine saubere Umrechnung ohne Rundungsfehler ist Pflicht – idealerweise wird direkt im Zollsystem programmiert und gemessen.
- Form- und Lagetoleranzen: Bezugssysteme und Toleranzrahmen werden konsequent genutzt. Wer sie falsch interpretiert, fertigt ein maßlich „richtiges“ Teil, das trotzdem nicht passt.
- Werkstoff- und Oberflächenangaben: Werkstoffe, Wärmebehandlungen und Beschichtungen werden nach US-Spezifikationen benannt und müssen in europäische Entsprechungen übersetzt und freigegeben werden.
- Revisionsstände: In der Luftfahrt zählt jeder Änderungsindex. Gefertigt wird exakt nach dem freigegebenen Stand – nicht nach dem, was „gemeint“ war.

Dokumentation: COC, CE und Belastungstest
Eine MRO-Vorrichtung ist erst dann fertig, wenn sie dokumentiert ist. Ohne lückenlose Nachweise darf sie in der Triebwerkswartung nicht eingesetzt werden. Zu unserem Standardumfang gehören deshalb:
- Certificate of Conformity (COC): Die Bestätigung, dass die Vorrichtung exakt nach Zeichnung und Spezifikation gefertigt wurde.
- CE-Dokumentation: Konformitätserklärung, Risikobeurteilung und Betriebsanleitung, wo es die Maschinenrichtlinie verlangt – etwa bei Vorrichtungen mit Antrieben oder beweglichen Lastaufnahmen.
- Belastungstests: Lastmittel, Pusher, Puller und Transportwägen werden vor der Auslieferung geprüft und die Ergebnisse protokolliert.
- Materialrückverfolgbarkeit: Vom Wareneingang bis zum fertigen Bauteil – abgesichert durch unser Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015.
Warum das für MRO-Betriebe zählt
Für Kunden wie Lufthansa Technik, MTU Aero Engines oder Rolls-Royce ist eine Vorrichtung nur so gut wie ihre Abnahme. Jede Rückfrage, jede fehlende Unterlage und jede Nacharbeit verzögert den Einsatz in der Wartungslinie. Wer US-Zeichnungen sicher umsetzt und die Dokumentation von Anfang an mitdenkt, liefert nicht nur ein Bauteil – sondern eine einsatzbereite Lösung.
Seit 2015 haben wir über 3.000 PWA-Tools für die Luftfahrtindustrie gefertigt – jedes davon zeichnungsgebunden, dokumentiert und abnahmesicher.
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